Sonntag, 7. Dezember 2014

2. Advent - Gedicht von Ludwig Thoma


   







Zwischn dem erstn und viertn Advent

Zwischn dem erstn und vierten Advent
is grod de Zeit wo alles rennt.
A Hektik treibt uns Menschn o,
und eigentlich woaß nermd wieso!

Man red zwar vo da stadn Zeit.
wo ma se auf`d Weihnachtszeit gfreut.
wo`s im Herzn hoamie werd
und Kerznschein end Stubn nei ghert....

Doch mit dera Athmosphär
is leider Gottes ned weit her.
Statt Glöckerlgläut dem Kassen klinga
und E-Mails Glückwünsch übabringa.

Dem Hl. abend gilt unser Sicht
de wochan davor, scheint`s, hom koa  Gwicht.
Da tiafe Zauber dera Zeit -
werd gopfert für de Gschaftigkeit.

Ma beschenkt se groß und schee
da wahre sinn tuat untageh.
Und mog a jeda no so laufa -
an >Weihnachtsfriedn konnst ned kaufa!

Zwischn dem erstn und viertn Advent,
des war ah Zeit, de Gott uns schenkt.
Lasst`s uns de Wochan ganz neu bedenga
und lasst`s uns selbst mehr Friedn schenga.

Ludwig Thoma

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Ich wünsche all`meinen Lesern einen
wunderschönen 2. Advent

 


 

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